Tag Neun – Avenidas / Linien

Rundgang durchs Viertel. Moloch und Boomtown. Black-Mama-Magic und zahnlose Minka. Vor jedem Chinakrempelhändler Wachschutz. Das mulmige Ahnen, selbst am Vormittag – Gefahr ist möglich. Avenue Friedrich Angels. Der einzige erhaltene Abgang zum Strand. Ein kleiner Urwald verwehrt jeden Durchgang, davor ein Müllberg. Der Versuch eines Fotos, unterbrochen vom Auftritt eines Liliputaners. Er watet  gute zwei Meter in den Müll, um dann dort zu pissen. Die Unmöglichkeit abzudrücken. Und weiter durch die Straßen der Helden. Lumumba, Olaf Palme und Allende. Zerschossene Buden neben Ministerien und weiteren mittleren Müllhalden. Edelkarossen und schrottreife Vehikel. Wuseln und wundern. Marx, Engels und Lenin. Soweit hier im Süden. Comrades, seht es euch an, wie Eure Aktien jetzt stehen.

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Ein Date im  Goethe-Institut. Vertragsarbeiter und wie ihre Aktien heute stehen. Ein Dirty-Dancer und eine Sängerin mit Gruppe am Start. Überraschende Aussagen und Botschaften. Die Madgermans sollen beginnen zu vergessen, zu vergeben. So wie Mandela. Der große Sohn Afrikas. Der Mann, der die Witwe von Samora Machel ehelichte, nachdem dieser vom Himmel fiel.

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Letzter Dreh in einem Vorort. Eine Königin empfängt uns nach abenteuerlicher Fahrt durch Treibsand und Gassen aus Wellblech und Obst. Sie kam einst zurück von Marx und von Engels. Mit fünfzig Dollar am Start, aus denen wurde mehr. Trieb Handel mit Swasiland. Erst ein Sack Kleidung, dann zehn, dann hundert. Dann brauchte sie schon eine Lagerhalle. Und Mehrwert schafft Mehrwert. Karl Marx sah es kommen und vielleicht sah er auch, dass es in ihrem Fall gut so war. Ihr Haus war das besteingerichtete unser Good-Old-Vertragsarbeiter.

Die Expedition

Expeditionsblog

Expeditionsteilnehmer

Kai-Uwe Kohlschmidt (Autor/Komponist)

Tom Franke
(Regisseur)

Georg Linde
(Afrikawissenschaftler)

Lutz Rentner
(Autor)

Das Expeditionsziel

Die Künstler von Mangan25 begaben sich im März 2015 auf Spurensuche nach Mosambik. Sie sprachen mit ehemaligen Vertragsarbeitern, suchten die Vereinigung „Mad Germanos“ auf, die bis heute für nicht gezahlten Löhne aus DDR-Zeiten auf der Straße streiten und erlebten so eine besondere DDR-Community im fernen Maputo.

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