Noch einmal steigen für die Kunst

Good bye Heldsbach – Welcome Lae

Unser letzter Tag in der Finschhafen Region ist noch einmal gut bepackt mit Arbeit und Genuss. Am Vormittag ein Nachdreh auf einem Dschungeltrail über Heldsbach. Es ist heiß. Absolutes Südseeklima. Wir gehen für die Kamera mit etwas Gepäck noch einmal durch Schluchten und Hänge hinauf und herunter. Einige Bilder, von denen wir glauben, wir haben sie auf unserem harten Trip von Mindik rüber nach Tobou ob der Anstrengung nicht bildlich festhalten können, werden wir hier noch in den Kasten bekommen. Die körperliche Erinnerung an die Verausgabung von einst kommt schnell zurück. Schon beim ersten Überqueren eines Flusses, oder beim Springen von Stein zu Stein und dem Steigen eines steilen Dschungelpfades hinauf, klingelt bei allen in der Gruppe die Alarmglocke. Alles für die Kunst und gleichzeitig froh, dass diese vormittägliche Unternehmung eine zeitliche Begrenzung von ca. 3 Stunden hat. Wir kehren zum Lunch zu Fuß zurück nach Heldsbach und stehen Schlange ...
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DIE ZAHLEN

Wir lieben Zahlen. Und wir sind gut im Rechnen. Sorgfältig vergeben wir jedem Tun einen Zeitabschnitt. Das gilt auch für das Nichtstun. Daraus entsteht ein Tagesplan. Und wenn er lückenlos ist, dann ist er perfekt. Wir können uns entspannen und eins nach dem anderen abarbeiten. Deshalb ist auch Pünktlichkeit für uns das A und O (Künstler ausgenommen). Ein Zeitplan muss funktionieren. Und daran dürfen wir nicht zweifeln. Uns, den erfahrenen Planern, kann sowas wie Zugverspätung o.ä. nicht aus dem Gleichgewicht bringen, denn solche Eventualitäten berücksichtigen wir selbstverständlich mit. Und wenn etwas ganz schief gehen sollte, greifen wir an das Zauberwort - Höhere Gewalt, und sind damit aus dem Schneider. Nur nicht zweifeln. Neuguineas dagegen finden das Rechnen und überhaupt die Zahlen, überbewertet. Der Häuptling eines Dorfes erzählt mir über seine große Familie. Meine Frage nach der Alter seiner Kindern ist wohl irritierend, denn er muss eine Weile nachdenken. Zögernd sagt ...
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Geisterhaus - In der Gouverneursvilla

Detzman Walking

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Ich habe seinen Namen vergessen. Sein Gesicht wird mir sehr wohl In der Erinnerung bleiben. Es liegt etwas dämonisches und schalkhaftes in seinen Zügen. Die Ruinen seiner Zahnreihen sind bethelrot und erinnern an die Trangotürme des Karakorums. "Bossmann, where were you? You was not there. Bossmann." Er starrt ins Leere. Vor vier Wochen waren wir schon einmal hier. Auf der Anhöhe der Manaba-Bay, am Gerippe der alten deutschen Gouverneusrsvilla. Er ist der Meinung, wir hätten eine Verabredung gehabt und ich wäre ihr nicht nachgekommen. Ich bleibe ungerührt und versuche ihn zu einem Interview zu überreden. Er lächelt in sich hinein. Überlegen und diabolisch. Er weiß, warum wir hier sind. Wegen der Geschichte von Detzner, dem Untoten, der der ihn nachts manchmal aufsucht. "Bossmann, i was waiting for you. Too Long. 24 hours a day. Not good. Bossmann." Meine Ausflüchte, wir hätten im Regen in Mindik festgesessen, wischt er beiseite. Die ...
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Peter Adler bei der Arbeit

Peter Adler bei der Arbeit

Skizze von Pastor Dick (© Frederik Schmid) ...
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Die Salomonensee - Bucht vor Heldsbach

Heldsbach – der sanfte Ort

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Draußen auf der Salomonensee zieht alle Stunde ein Frachtschiff die Linie des Horizontes nach. Wir sind ausgeschlafen. Die Meeresbrise bringt Frische ins subtropische Sonnenspiel. Unser Jeep rollt vor, wir wollten doch baden fahren. Nun stehen wir auf der Ladefläche, halten uns an der Lichtorgel des Daches fest und lassen uns den Fahrtwind um die Ohren fliegen. Die von Palmen gesäumte Sandpiste erlaubt unserem Driver, mal in den vierten Gang zu wechseln. Der Dschungel wird zum grünen Tunnel. Was für eine lässige Freiheit, so dahin zu schweben! Am lava-schwarzen Bilderbuchstrand gibt Walter ein paar Hinweise zur Geschichte. Genau an diesem Beach begann die Landungsoffensive der Allierten gegen die Japaner. Diese waren gegen 1942 nach PNG gekommen, um ihren Griff nach Australien vorzubereiten. Spätestens ab da war Schluß mit lustig beim Tanz um Asien. Die amerikanischen Vettern sprangen den australischen Boys zur Seite, um die kontinentale Beute der Terra Australis zu sichern ...
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Die Expedition

Papua Neuguinea 2016

Mangan25 auf den Spuren Hermann Detzners in Papua Neuguinea

Im Sommer 2016 unternehmen wir eine Expedition in das Hochland der Houn-Halbinsel, dem Rückzugsort eines bayrischen Kolonialoffiziers…

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Expeditionsblog

Ausatmen

Expeditionsteilnehmer

Peter Adler
(Maler/Bildhauer)

Kai-Uwe Kohlschmidt (Autor/Komponist)

Momo Kohlschmidt
(Schauspielerin/Sängerin)

Mark Chaet
(Violinist/Komponist)

Frederik Schmid
(Schauspieler)

Lukasz Maijka
(Kameramann)

Steffen Cieplik
(Kameramann/Filmemacher)

Irene Preis
(Expeditionsärztin)

Das Expeditionsrouting

Die Künstler von Mangan25 unternahmen im Sommer 2016 eine Expedition in das Hochland der Houn-Halbinsel, dem Rückzugsort eines bayrischen Kolonialoffiziers, der sich während des ersten Weltkrieges dort versteckt hielt.

Port Moresby → Lae → Finschhafen → Heldsbach →  Sattelberg → Jungzaing → Mindik → Wohan → Tobuo → Wohan → Mindik → Heldsbach → Finschhafen → Lae → Port Moresby

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