The final day

Wir sind zurückgekommen. Nach Oban, Dunstaffnage. Morgen früh geht es mit der Eisenbahn nach Glasgow, von dort mit dem Flugzeug nach Deutschland. Ich habe mir meine Lieblingsmusik auf die Kopfhörer gegeben. „Music for 18 musicians“ von Steve Reich., denn auf dem Oberdeck lärmt noch die Schlußparty. Es gibt kein wirkliches Verstehen von Musik, nur das Erleben. Die Audioaufnahmen des Chores von Mull z.B. können das nicht im geringsten wiedergeben, was wir gestern gefühlt haben.

 

Die Spannung senkt sich. Ich kenne das von anderen Expeditionen. Sobald man sich in irgendeiner Sicherheit wähnt, überkommt einen bleierne Schwere und Müdigkeit. Die unterbewusste Anspannung gibt lose. Ich mag nicht mehr schreiben, denken, resümieren.

Es ist als, senkt sich alles auf den Grund. It is done. Zumindest vorerst. Später werde ich die Hummerkiste, das Erinnerungskompott wieder hochziehen, wenn meine eigentliche Arbeit beginnt, Ich mag nicht dran denken. Wie gesagt, ich mag gerade gar nicht denken. Ich lass mal nur die Bilder sprechen. Over and out.

 

Fotos: Momo Kohlschmidt

 

 

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