Tag Zwölf / Neu-Afrika

Die Geometrie Europas. Haus und Feld und kalte Luft. Die Temperatur der Sieger. Im Halbschlaf mit der Bahn durch Mitteldeutschland in die Pampa, wo ich mit SANDOW gastiere. Im legendären Landei von Lugau. Besichtigung der Pension in der benachbarten Kleinstadt. Gespräch mit dem Gastwirt. Er eröffnet: Naja hier ist ja nicht mehr viel los. – Ziehen wohl alle weg? – Jaja, das wird nischt mehr. – Hmm. –  Aber vierhundert Flüchtlinge haben sie uns aufgebrummt. In die alte Kasernen. – Oh, da kommt wieder Leben in die Stadt. – Na ich weeß ja nich. – Vielleicht kommen die auch mal hier in die Kneipe, gut fürs  Geschäft. – Das können se mal schön bleiben lassen. –  Usw. usw.  Szenen einer Nachbarschaft. Ich erzähle von Afrika. Der Mann wirkt verunsichert. Nicht wie ein Sieger. Was weiß er? Und wer wird bald kommen.  Ich wünsche ihm, dass ein paar Mocambikaner darunter sind. Die haben Sonne im Herzen. VIelleicht scheint sie dann auch in D. am Anger hinterm Russendenkmal, so wie für uns, die letzten zwei Wochen.

Ende Gelände.

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