Fragen 2

Was geschah eigentlich mit den Madgermanes nach dem sie die DDR verlassen mussten – nach Mocambique zurückkehren mussten? Wurden sie ausgezahlt für ihre Arbeit? Waren sie abgesichert? Hatten sie in der Zeit ihres Aufenthaltes in Halle, Rostock, Cottbus, Dresden, Karl-Marx-Stadt o.ä. etwas Geld ansparen können? Laut Vertrag wurde ihnen eine gute Ausbildung in der Zone zugesagt, um anschließend eine billige Arbeitskraft in der DDR zu sein. Doch was konnten sie nach ihrer gezwungenen Rückkehr in Mocambique mit ihrer Ausbildung anfangen? Schichtarbeit am Förderband im Slum von Maputo?

Um die Fragen von Tom Franke aufzugreifen: “… Könnte ich hier leben? Was würde das bedeuten? Wer wäre ich?…” via Suburbia | Mangan25.

Der Westen hatte sie geküsst. Konnten sie hier wieder leben?…

2 Kommentare zu „Fragen 2“

  1. Avatar

    Die Verträge der Vertragsarbeiter wurden nicht erfüllt, da die VEBs abgewickelt wurden. Sie konnten sich entscheiden im Neuen Deutschland zu bleiben oder für eine Abfindung um die 3000DM heimzukehren. Was die meisten taten. Zu Hause erwarte sie dann nicht das sicher geglaubte Angesparte (um die 400$ pro Arbeitsmonat in der DDR) sondern Ausreden, Warteschleifen und schließlich ein Tal der Depressionen. Sie stellten als Gruppe von gut 20000 gutausgebildeten Arbeiter eher einen weiteren Unruhefaktor im zu Ende gehenden Bürgerkrieg dar. Auch Mocambik hatte seine Wende, stellte auf Kapitalismus um. In diesen Wirren hatten sie keine Lobby. Viele der Ausbildungsberufe hatten zudem kein Pendant in der unterentwickelten Wirtschaft des Landes.

  2. kuk

    DIe Antworten sind vielfältig. Die Jungs, die heute die Demos bestreiten, sind vielleicht die, die zu spät aufgewacht sind. (ne stimmt nicht, ungerecht!). Sind die die keine Chance hatten, man mied sie, weil als Outdog und überqualifiziert galten (ne stimmt nicht, ungerecht!). Manch einer pfiff drauf, es musste weiter gehen. Manch einer sitzt noch heute im Park und es gibt kein Licht im Tunnel. Der Film muss das herausarbeiten. (ne stimmt nicht, ungerecht!), Na der Film wird das schon zeigen…

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