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Ausatmen

Das Greuel jeder Flugreise: Zeitverlust, Identifikationsverlust, Bewegungsverlust. Tausende Kilometer als beengtes Gepäcktück zwischen Hollywood-Schinken und dritter unkontrollierter Flugzeugnahrung. Verschickt, beschifft, verkauft. Shoppingmall non stop in Singapure. Die Längen asiatischer Breiten, von denen man nicht die geringste Ahnung hatte. Der Stumpfsinn, das Heulen von RoyllRoylls. Plötzlich klebt etwas unter einem, eine Landebahn im Nirgendwo, ein Niemandsort, Port Moresby. Verschwitzt, verkatert, veraltet ins Geschäft mit den uniformierten Melanesiern kommend. Rucksack auf und Tonne zu. Guten Dak und LeckmichamArsch und dann doch immer wieder freundliche Neuguinies, die uns durchwinken mit all der Technik, ohne die der Europäer heute seine Existenz nicht mehr beweisen kann. You are wellcome. 5.40. Lutz ist da! Unser Geldwechselengel. Der es noch nach der guten alten Art mit uns macht, ohne Bank und Zinseszins, uns gutes Kinageld tauscht, damit de Expeditionskasse die richtige Währung hat. Wir brettern mit ihm in seinem SUV in seine Firma. Um sechs Uhr wird ...
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Gegen die Zeit – mit der Zeit

Ich sehe die Sonne  - wie immer. Ich sehe die Welt - wie immer. Sunset über Berlin. Ihr seid schon im Morgen des nächsten Tages angekommen. Der gleiche kräftige Stern und doch ist alles anders. Ich bin hier und ihr seid dort. Ein komisches Gefühl hat mich fest im Griff. Unsere Verabredung sagt, dass ich zumindest auf diesem virtuellen Wege mit euch bin. Mal sehen, wie das funktioniert. Monate der Vorbereitung liegen hinter uns und die Tat hat für euch begonnen. Mutmaßlich brummt der fliegende Doppeldecker bereits über Regenwaldgebieten. Der Regenwald - welch gieriges Grün, was für ein gigantischer Lebensraum. Ich liebe die Tropen, denn sie sind voller Bilder, Töne, Gerüche - voller Fremde, Freude und Gefahr. Bewahre dir das Staunen, sagte mal ein Freund zu mir. Denn wer das Staunen verlernt, hat sich aufgegeben. Ich wünsche mir, dass euch das Staunen tragen wird. Und dass das Staunen und unsere ...
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Intermezzo in Frankfurt – in to The Big 380

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Wir haben uns gestern in Georgs schönem Haus herrlich bereitgemacht, unser Equipment durchgecheckt, unsere Musik geprobt, seine Katze benutzt (eine Redewendung von Georgs Kindern "Ich will auch mal die Katze benutzen!") und abends in Olympios "El Vino" heftig einen abgebissen. Die ganze Mangan-Manschaft turnte zwischen Staranwälten, Fußballprofis, Golddiggern, Luden und dubiosen Privatiers bei "Cool and the Gang" die Gangways runter... Dann der Nackenschlag heute drei Stunden vor Abflug, Georg kann nicht mitkommen. Sein Partner ist noch nicht genesen und die Kanzlei verlangt einen Häuptling in Residence. Obwohl es sich schon die letzten Tage abzeichnete, traf es mich wie unvorbereitet. Genau wie bei Toms Aus. Uns blieb wenig Zeit des Haderns, denn es ging schon zum Flughafen. Da waren es nur noch acht... Doch diese acht beherzten Menschen machen sich jetzt auf den Weg nach Kaiser-Wilhelm-Land, heute Papua - Neuguinea. Der A-380 rauscht ungezähmt und mächtig durch die asiatische Nacht. Die ...
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Frederik Schmid, Lukasz Majka, Mark Chaet, Steffen Cieplik, Kai-Uwe Kohlschmidt, Momo Kohlschmidt

Under Fire

Das Gleis ist verlegt und wir schaukeln im Zug Richtung Frankfurt am Main. Morgen wird dort unsere Maschine in den Himmel nach Neuguinea steigen. In Frankfurt trifft sich das gesamte Team in Georgs Weinkeller und dann werden wir uns alle endlich in Gänze kennenlernen. Seit der ersten Idee vor zwei Jahren hatte sich vor 10 Monaten die Besetzung für unsere Expedition herausgeschält und steht seit dem unter Beschuss, dauerhaft, so wie ich es noch nie erlebt habe bei einer Mangan-Reise. Unser erster Expeditionsarzt D.H. wurde im November leider verhaftet. Die Umstände, die dazu geführt haben, möchte ich hier nicht näher erläutern. Sein Nachfolger André Schmitt brach sich im April tragischerweise bei einem Autounfall ein Bein. Als nächstes erwischte es unseren Regisseur Tom Franke mit einer schweren Venenentzündung. Sein Kameraassistent Karsten Gläser kam mit Krebsverdacht am Pankreas vor einem Monat unters Messer. Gestern wurde Momo von einer Katze gebissen und hat ...
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