Expeditionsblog Australien 2019

Tag 20 - Leaving the heart of Australia

Tag 20 – Leaving the heart of Australia

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Airport Alice Springs - Peter Adler, Arta Adler, Kai-Uwe Kohlschmidt, Momo Kohlschmidt ...
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Tag 18 – Das Geheimnis von Engawala

Tag 18 – Das Geheimnis von Engawala

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Mit hundert Stundenkilometer fliegt der Jeep von Michael Jacobsen über die allgegenwärtigen Buckel der Outdoorpiste nördlich von Gemtree. Er liebt diese Strecke und er liebt diese Aborigini-Community. Sie seien sehr friedliebend und auch der Zukunft mehr zu getan, als manch andere Gemeinde, in denen er Partner in Kirchenangelegenheiten ist und einmal im Monat einen Gottesdienst abhält. Langsam dann, ja beinahe vorsichtig tastet er sich mit seinem großen Toyota durch die wenigen Straßen der Siedlung von Engawala. Es ist niemand zu sehen, nur Hunde streunen und unsere Herzen klopfen laut, so sehr sind wir gespannt, einmal wirklich in Kontakt zu treten mit der first nation, den Aborigines. Michael hält am kleinen Art-Center, dass eine NGO unterstützt und einen Neuseeländer, Jeff hier dauerhaft vor Ort beschäftigt. Er ist auch der Arbeitspartner für Michael, durch ihn gibt es die seltene Gelegenheit für uns für dieses Treffen. Wir kommen an und Michael stutzt. Das kann nicht sein. Sie sind schon da. Das gibt es doch nicht. Im Vorgespräch hatte er angedeutet, dass alles mögliche, aber am wahrscheinlichsten gar nichts passieren wird und niemand zu dem angekündigten Treffen kommen wird. Der Landcouncil der Aborigines hatte erst vor wenigen Tagen überhaupt dem Ganzen zugestimmt. Die Anfrage ...
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Tag 12 – 14 - Ferien hinter Stacheldraht

Tag 12 – 14 – Ferien hinter Stacheldraht

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Dicht an dicht stehen gut und gerne 400 Camper, Wohnmobile, Jeeps und Großzelte auf winzigen Parzellen des 4 Hollyday Camping-Paradise am Stadtrand von Alice. Große Busse spucken Ladungen mit Pfadfindern auf die dafür vorgesehenen Wiesen. Kleine Zeltstädte entstehen, die an ein osmanisches Feldlager erinnern. Als die Essenausgabe der dinner-time beginnt, flaniere ich durch das vier Hektar große Geviert. Überall werden Fernseher eingeschaltet, man begegnet nur noch einigen Urlaubern, die sich auf den Gang zur Abenddusche begeben. Ich passiere einen Fish&Chips- Imbiss, der bereits geschlossen hat, ein kleines Freibad, mehrere Spielplätze und schier endlose Reihen Minilodges, wo man auch ohne Camper und Zelt Quartier hier nehmen kann. Dann erreiche ich das Ende des Paradieses und stehe vor einem zwei Meter hohem Stacheldrahtzaun. Ich muss an Israel denken. Auch an Südafrika, Sao Paulo, Chikago oder Port Moresby. An überall dort, wo sich die white skin oder der so genannte Wohlstand eben selbst einschließt, gated und gattert. Sie haben guten Grund dazu. Wir waren nach gut zehn Tagen Wüste und Outback nach Alice Springs zurückgekehrt, um unsere Kameradrohne von Backpackers abzuholen. Drohni war um die halbe Welt geflogen, allerdings in einem Paket, dass mein Vater perfekt gepackt und gemanagt hat. Jetzt sind wir ...
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Tag 10 und 11 – Den Kadaitcha-Spirit austanzen

Tag 10 und 11 – Den Kadaitcha-Spirit austanzen

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Als Kai und Rübe vor elf Jahren schon einmal in die Simpson Wüste reisten hörten sie von einer dunklen Figur der Aboridgines, die Menschen, bei Grenzüberschreitungen jeglicher Art mit allerlei Flüchen belegen kann. Der Kadaitcha Mann.
Tatsächlich schien der Kadaitcha Fluch Auswirkungen auf Kai und Rübe zu haben, als Rübe nach der Begehung einer heiligen Stätte der Aboridgines plötzlich starkes Nasenbluten bekam oder Kai einen üblen beulenpestartigen Ausschlag im Gesicht, der selbiges komplett verformte. Obgleich die beiden nicht genau wussten, ob es den Kadaitcha-Mann für die Aboridgines tatsächlich gibt, glaubten sie besser daran als ihn zu missachten. Der Kadaitcha-Mann wurde in allen darauffolgenden Mangan Expeditionen mythischer Begleiter und in manchem Gastteilnehmer einer Expedition sogar selbst vermutet. So reisten wir mit einer Segelyacht 2011 über die Ostsee und umrundeten Öland. Mit an Bord Jan, ein Freund von Gordon Adler. Er hatte etwas geheimnisvolles an sich. Redete nicht viel. Wusste und bemerkte aber immer alles. Ein sehr liebevoller Mensch, der durch Wände zu schauen schien und dadurch etwas unheimliches hatte. War er der Kadaitcha-Mann? Tatsächlich erlitten wir Schiffbruch. Ein schwerer Motorschaden. Manövrierunfähig. Tagelanges liegen in einer Werft in Schweden, bis wir endlich mit repariertem Schiff in den Heimathafen einlaufen konnten. Der Kadaitcha-Mann hatte ...
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Tag 9 – Der graue Nomade

Tag 9 – Der graue Nomade

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Allan liegt nachts in seinem Camper am Pistenrand im Nirgendwo des Outbacks. Der nächste besiedelte Ort ist 400km entfernt. Er bemerkt einen PKW, der direkt neben ihm hält, doch er hört niemanden aussteigen. Allan verlangt es nicht nachzuschauen, was da draußen los ist. Ja, es juckt ihn einfach nicht und er schläft sorglos wieder ein. Am Morgen steht er auf und sieht neben seinem Camper ein zusammengeflicktes Vehikel stehen, bei dem jede Tür eine andere Farbe hat und drei Scheiben fehlen. Auf dem Fahrersitz schläft ein Aborigini. Allan weckt ihn und fragt, ob alles in Ordnung ist. Der Mann erwacht und erinnert sich augenscheinlich seines Anliegens. Er braucht ein Rad mit fünf Schraubenöffnungen, genau wie Allans Camper welche dran hat. Er bedeutet Allan, eines abzuschrauben und ihm zu geben. No way, sagt Allan. Doch, sagt der Aborigini, er braucht es. Keine Chance, forget it und im übrigen Have a good day! Allan steigt in seinem Jeep, der den Camper zieht. Die Räder bleiben dran. Er hält sich nordwärts. Sein Ziel wird sich ergeben. Als wir Allan auf der „Plenty-Highway“ genannten Schrund- und Buckelpiste treffen, hält er gerade ein Nickerchen in seinem völlig abgerocktem, aber offenbar hochintaktem Wüstenmobil. Wir rollen langsam ...
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Tag 6 – Einlass

Tag 6 – Einlass

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Als wir Ruby Gab verlassen, suchen meine Augen vergeblich die Landschaft nach versteckten geheimen Gebietsgrenzen der Aborigines ab, die nur sie lesen können, deren Länge sie in alten Songs messen. Die Gedanken laufen nicht mehr chronologisch. ALLES - IST - IMMER! Ja, wir bekamen Einlass! Alice Springs vor Tagen noch vertraute Blickachse. Alles vorbereitet. Ungewissheit, was da draußen wohl ist. Poison all over now! Ein anstrengender Weg auf dem Waschbrett unter den Rädern. Durchrüttlung über Stunden. Jeder von uns versucht dem was Gutes abzugewinnen. Mir steigt Übelkeit hoch. Ankommen im Draußen. Lager neben trockenem sandigen Flussbett. Felsiger Untergrund. Abendsonne auf ihrem Catwalk am roten Felsen, Eukalyptusbäume, deren Blätter das Feuer am Abend immer neu entfachen und eine Ahnung von Saunaduft verwehen. Zähneklapper-Kälte in der Nacht. Dörrende Trockenheit, die jeden Mikrometer Flüssiges unserer Haut entzieht. Laufen unter dem immerwährenden heißen Spot der Sonne am Tag. Baden nach dieser Abstinenz in stehenden Gewässern des Hale-River. Fliegen in allen ungeschützten Öffnungen des Körpers. Gegrilltes Fleisch über offenem Feuer. Als wir also nach zwei Tagen wieder aus dem Flussbett fahren, staubiges Rot, silbergrünes Gewächs, mutigerer Fahrstil über die Unebenheiten, verwesende Kadaver passierend, erfasst mich die Euphorie Einlass erhalten zu haben, nicht die Selben zu ...
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Tag 5 – Ruby Gap

Tag 5 – Ruby Gap

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Vier wundersame Tage waren wir draußen in der bizarren Bergwelt der Eastern McDonnalds Range im Herzens Australiens. Unwirtliche, rauhe, sagenhaft wilde Landschaft. Und nur mit unserem 4WD-Camper-Schlachtschiff zu erreichen. Was in Sri Lanka die wahnsinnige Verkehrsknödelei mit den anderen Mobilisten anrichtet, die lähmende Langsamkeit, schafft hier die Offroadpiste aus Geröll, tiefem Sand und grausligen Pistenbuckeln, die einen stundelang durchschütteln. Doch der Effekt wirkt natürlich gegenteilig und völlig entschleunigend. Hauptgrund: man begegnet niemanden! Den ganzen Tag! Nur sich selbst und seinem zu Beginn immer wieder hochfahrenden Sicherheitskatalog. Wie warnt man die Schlangen, damit sie sich verziehen (noch keine gesehen, ist auch zu kalt). Was tun bei Buschfeuer? (falsche Jahreszeit, äußerst unwahrscheinlich) Wie lange halten die alkoholischen Reserven? (Denn abends wird die Buschangst damit verjagt und der unvergleichliche Sternenhimmel bewundert). Vor drei Tagen erreichten wir Ruby Gap und begaben uns vorgestern auf eine lange Wanderung durch den bemerkenswerten Canyon. David Lindsay hatte 1888 an einem Wasserloch, den westlichsten, der von Leichhardt markierten Bäume gefunden. Er schnitt die Rinde ab, schaffte sie nach Adelaide zur Royal Geographic Society, doch dort verschwandt das wichtige Fundstück. Das Wasserloch konnten wir finden, denn es war nicht zu übersehen. Eine paradiesische, schilfbestandende Oase inmitten der großen steinernen ...
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